Bildung zum Schutz der Erde

Bildung zum Schutz der Erde

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In langjähriger Modellprojektarbeit durften wir das im Handbuch „Das Erdschützerprojekt – Pädagogik für eine lebenswerte, friedliche Zukunft“ ausführlich beschriebene innovative Konzept Bildung zum Schutz der Erde entwickeln, das in seinem Visions- und Werteangebot noch über das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hinausgeht und sich an Best-Practice-Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung orientiert. Bildung zum Schutz der Erde sehen wir als einen Beitrag zur langfristigen Verwirklichung der Vision einer gewaltfreien, friedlichen Erde, auf der Menschen, Tiere und Natur in Einheit, Liebe und gegenseitiger Achtung zusammen leben. Sie bietet als zentrales Werteangebot die Orientierung an der Goldenen Regel, die wir auch auf Natur und Tiere beziehen. Das bedeutet, dass es uns nicht nur um das Überleben der Menschheit geht, sondern dass auch die Achtung vor der Würde und dem Lebensrecht der Tiere ein Teil unserer Ehrfurcht vor dem Leben ist.

Bildung zum Schutz der Erde bezeichnen wir auch als Mitweltbildung oder Mitweltpädagogik. Denn im Unterschied zur Umweltbildung oder Umweltpädagogik geht es uns nicht nur um den Schutz der Umwelt, sondern auch um das Eintreten für die Rechte der Tiere sowie um globale Gerechtigkeit.

Bildung für nachhaltige Entwicklung
1992 haben sich auf der Konferenz in Rio de Janeiro ca. 180 Staaten – darunter auch Deutschland – zu einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet und die Agenda 21 beschlossen. Nachhaltiges Handeln bedeutet: Handle so, dass dein Handeln dauerhaft ohne Schäden für die Natur, ohne Nachteile für künftige Generationen und sozial verträglich ist. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat dabei die Aufgabe, „unter dem Begriff der Nachhaltigkeit unter Einbeziehung globaler Betrachtungen neue ethisch begründete Denk- und Verhaltensweisen zu schaffen, die der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen dienen.“…“Bildung / Erziehung einschließlich formaler Bildung, öffentliche Bewusstseinsbildung und berufliche Ausbildung sind als ein Prozess zu sehen, mit dessen Hilfe die Menschen als Einzelpersonen und die Gesellschaft als Ganzes ihr Potenzial voll ausschöpfen können. (Agenda 21, Kapitel 36).Ziel der BNE ist es, dass die Individuen Kompetenzen erwerben, um aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft gestalten zu können….BNE dient speziell dem Gewinn von Gestaltungskompetenz.“ (Wikipedia)

Bildung zum Schutz der Erde sehen wir – ebenso wie die Bildung für nachhaltige Entwicklung – als Teil einer umfassenden sozialen und ethischen Persönlichkeitsbildung und nicht als eine besondere Pädagogik. Sie soll Menschen die Möglichkeit geben, Werte zu entwickeln und sich Kompetenzen anzueignen, die sie brauchen, um eine gewünschte, bessere, gerechtere Zukunft unseres Planeten gemäß ihrer selbst gewählten Wertorientierung mitgestalten zu können. Sie sollte Teil jeglicher Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sein, sowohl schulisch, als auch außerschulisch und auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basieren. Denn ein/e Erdschützer/in wird man nur freiwillig.

Mit unserer Bildungsarbeit wollen wir zum Bewusstseinswandel auf der Erde beitragen. Dabei kommt es unseres Erachtens in erster Linie darauf an, selbst ein gutes Vorbild zu sein.

Das Erdschützerprojekt
Im Handbuch „Das Erdschützerprojekt – Pädagogik für eine lebenswerte, friedliche Zukunft“ wird das Konzept Bildung zum Schutz der Erde anhand der Erfahrungen in unserer Modellprojektarbeit mit Kindern und Jugendlichen von 8-13 Jahren ausführlich erläutert. Es werden Hintergrundinformationen zu unterschiedlichen Schlüsselthemen der BNE gegeben, Gemeinsamkeiten, Überschneidungen und Unterschiede zu anderen pädagogischen Ansätzen (z.B. Umweltbildung, Naturpädagogik, Erlebnispädagogik, Earth Education) erläutert, Ziele, Qualitätsmerkmale, Handlungsmöglichkeiten, Bildungsprinzipien, Bildungsinhalte, förderliche Rahmenbedingungen, eine Fülle innovativer Methoden sowie Chancen für einen Wandel der Bildung aufgezeigt. Fünf Erlebnisprojekte – mehrtägige Reisen zum Planeten der Zukunft –, die im Wald stattfinden, zeigen, wie Kinder und Jugendliche im schulischen und außerschulischen Bereich für die Natur sensibilisiert, zum Erproben alternativer Handlungsmöglichkeiten, zur Selbstreflexion sowie zur spielerischen, spannenden Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Schlüsselthemen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung angeregt können.